Chronik des TSV Großsolt-Freienwill e.V.

1920

Zwei Jahre nach dem ersten Weltkrieg wurde der TSV Großsolt gegründet. Auf dem Schulhof der alten Schule begann der Vereinssport mit Faust- und Schlagball. Andere Sportarten, wie zum Beispiel Fußball, konnten zu jener Zeit nicht ausgeübt werden, da die finanziellen Möglichkeiten der Sportler recht bescheiden waren. Zu den Leuten der ersten Stunde gehörten der Schneider Brix, Willi und Hans Clausen, Peter Carstensen, Johannes Petersen, Hans Jensen und Peter Jess.

1925

Ungefähr fünf Jahre später kam die Turnabteilung hinzu. Die ersten Turnübungen an Reck und Barren wurden in der Gaststätte Mühlenbrück durchgeführt. Geringe Beförderungsmöglichkeiten, damals wurde mit dem Fahrrad oder dem Pferdewagen gefahren, zwangen die Sportler dazu, sich vorerst mit Gleichgesinnten aus der näheren Umgebung zu messen. Das Ansinnen, sich im fairen Kampf zu messen und dabei zusätzlich das gesellige Beisammensein zu pflegen, stand zu jener Zeit im Vordergrund.

1933

Ab 1933 bedienten sich Staat und NSDAP der Jugend, was zur Lähmung der Vereinsarbeit führte. Im 2. Weltkrieg ruhte die Vereinsarbeit des TSV Großsolt ganz. Vielleicht haben die Kriegsereignisse mit dazu beigetragen, daß keine schriftlichen Unterlagen über die Vereinsarbeit mehr vorhanden sind. Es konnte nur auf die mündlichen Aussagen des Stellmachermeisters Johannes Petersen, aus Estrup , zurückgegriffen werden. Johannes Petersen wurde 1952 für seine Verdienste um den TSV Großsolt zum Ehrenmitglied ernannt.

1947

Nach dem 2. Weltkrieg begannen die ersten sportlichen Betätigungen auf einer Koppel, die der Bürgermeister Nielsen zur Verfügung stellte. Bevor man spielte, mussten die Kuhfladen entfernt werden. Die Grundlinien streute man mit dem Sand der Maulwurfshaufen und die notwendigen Tore wurden aus Tannenholz gebastelt. Geld für eine aufwendige Spielausrüstung war nicht vorhanden. Hemd und Hose genügten zum Handballspielen. Zur Not, wenn man sich keine Sportschuhe leisten konnte, konnte man auch barfuß spielen. Minderbemittelten lieh der Verein die Sportausrüstung.

Im Mai 1947 wurde in Appels Gasthof ein neuer Vorstand gewählt. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Hans Nielsen. Bevor er dieses Amt übernehmen konnte, musste er noch den Entnazifizierungsbescheid vom Erziehungsoffizier der englischen Besatzungsmacht entgegennehmen. Ohne dieses Zertifikat war die Führung eines Sportvereins zu jener Zeit nicht möglich. Im Oktober 1947 schlossen der TSV Großsolt und der Westangler Reitverein Mühlenbrück mit dem Landwirt Peter Owesen für das Gelände Friesheck einen Pachtvertrag auf 10 Jahre ab. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, daß die Handball- und Fußballspiele auf vereinseigenem Gelände durchgeführt werden konnten. Vereinslokal wurde erneut die Gaststätte Mühlenbrück. Im angemieteten Saal, der aus Kostengründen nur notdürftig beheizt war, wurde geturnt und Tischtennis gespielt.

1948

Die Turnabteilung des TSV Großsolt lieh sich vom TSV Kleinsolt folgende Turngeräte: Pferd, Barren, Reck und ein Sturmbrett. Es wurde ein Leihbeleg mit folgendem Text ausgestellt: Die Geräte sind sachgemäß und schonend zu behandeln und auf Anforderung wieder herauszugeben. Einer der bekanntesten Turner aus jener Zeit war Heinrich Lau. Er lebt heute (1985) in Estrup und fühlt sich - nach eigenen Aussagen - noch fit genug, unserer Jugend etwas vorzuturnen.

1950

Im Jahre 1950 hatte der Verein 125 Mitglieder. Bis 1965 pendelte sich die Mitgliederzahl auf ca. 65 Personen ein. Der Rückgang der Mitglieder hatte sicherlich auch etwas mit der damals einsetzenden Landflucht zutun. In der Stadt gab es genügend Arbeit und der Verdienst war entsprechend höher.

1964

Am 01.12.1964 beschloß der Amtsausschuß, die Saalmiete von DM 40,-- pro Monat für den TSV zu übernehmen. Durch diese finanzielle Unterstützung fand die sportliche Arbeit des TSV seitens des Amtes eine kleine Annerkennung.

1966

Ab 1966 ruhte die Vereinsarbeit für drei Jahre, weil der damalige 1. Vorsitzende, Günter Beck, als Lehrer seinen Dienst in Hürup versah und zum gleichen Zeitpunkt der Übungsleiter der Turnabteilung, Herr Waßmuth, ebenfalls außer Ortes war. Die Abwesenheit dieser Persönlichkeiten konnte der Verein nicht so leicht verkraften.

1969

Ab 1969 setzte die Vereinsarbeit unter dem 1. Vorsitzenden, Walter Wagenzink, wieder ein. Einige fußballgegeisterte Jugendliche, unter der Leitung von H.G. Henningsen, haben sich zusammengeschlossen, um als Mannschaft des TSV Großsolt an Punktspielen teilnehmen zu können. Die Ära des Fußball zog somit auch in Großsolt ein, und sie fand ihren bisherigen Höhepunkt mit dem Aufstieg der 1. Männermannschaft in die Bezirksliga-Nord. Dies ist auch durch die gute Jugendarbeit innerhalb der Fußballabteilung ermöglicht worden.

1972

Die Errichtung einer Turnhalle auf dem Gelände des DGS und deren Nutzung durch den Sportverein war mit ein Grund dafür, dass die Mitgliederzahl von 100 auf 400 angestiegen war. Der Schulverband erließ dem TSV die Hallennutzungsgebühren. Die Eltern unterstützten den Verein, indem sie die Kinder auf eigene Kosten zu den Wettkämpfen fuhren. Die Bürger hatten wieder einen größeren finanziellen Spielraum und dies kam auch dem Sportverein zugute.

1976-79

Es war nur eine Frage der Zeit, dass nach einer größeren Sportanlage verlangt wurde. Schon 1974 fanden die ersten Die Gafiken dieser Seite sind zur Zeit leider nicht anzeigbar.Gespräche zwischen Vorstand und Gemeinderatsmitgliedern über den Standort der neuen Sportanlage statt. Geplant war ein Sportzentrum. Die veranschlagten Kosten für das ehrgeizige Projekt beliefen sich auf 1,2 Mio. DM. Aber wegen fehlender Landesmittel schrumpfte das ehrgeizige Vorhaben immer mehr zusammen. Eine örtliche Trennung der Projekte Schützenstand und Sportplatz mit Umkleidegebäude mußte aus vielfältigen Gründen vorgenommen werden. Dem TSV verblieb ein Umkleidegebäude, was auch schon ein Fortschritt war und eine große Rasenfläche, die für Fußball und andere Ballspiele genutzt werden konnteDie Gafiken dieser Seite sind zur Zeit leider nicht anzeigbar!.

1980

Im April´80 wird erstmals öffentlich über eine erweiterung des Vereinsnamens nachgedacht. Es dauert jedoch bis zum 26. Februar 1986, das auf der JHV der Antrag gestellt wird, den Verein in Zukunft TSV Großsolt-Freienwill e.V. zu nennen. Dem Antrag wird mit 24 Ja-Stimmen, 1 Gegenstimme und 4 Enthaltungen stattgegeben.

1982

Schon zwei Jahre später konnte die neugegründete Tennisabteilung des TSV auf der dortigen Anlage den Spielbetrieb auf zwei neuerstellten Tennisplätzen aufnehmen. Neue Mitglieder wurden dadurch gewonnen und das Angebot sportlicher Betätigung konnte erweitert werden. Zusätzlich wurde die Forderung, die große Sportanlage mit mehr Leben zu füllen, durch den Spielbetrieb auf den Tennisplätzen weitgehend erfüllt.

1985

1985 besitzt der TSV über 600 Mitglieder. Am 25. Juni wird erstmalig vereinbart, das aufgrund von Spielermangel im Jugendfußball, die A-Jugend für den TSV Großsolt und die B-Jugend für den TSV Nordmark Satrup spielen wird.

1986

Bei einem Freundschaftsspiel der III. Männermannschaft, am 05. Mai auf dem alten Sportplatz in Friesheck, verstirbt kurz nach Spielbeginn der aus Hannover stammende und in Großsolt wohnende Günther Schmidt, der Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters war.

1998

Auf der JHV am 11. März 1998 wird Ernst-Günter Langmaack die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

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2004

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Vorstandsbesetzung
                 
Vorsitzende/-er   stellv. Vorsitzende/-er
1920     Schneider Brix   1969 - 07/1972

Rudi Reimer  

1947 - 1949 Hans Nielsen   07/1972 - 03/1981 Werner Altenburg
1949 - 1952 Willi Jessen   03/1981 - 03/1989 Thomas Kraft
1952 - 1958 Günter Senkel   03/1989 - 03/1993 Willfried Surrey
1958 - 1960 Willi Jessen   03/1993 - 03/1998 Ralf Andres
1960 - 1964 Werner Ohmsen   03/1998 - 03/2000 Thomas Paysen
1964 - 1966 Günther Bech   03/2000 - 04/2004 Claus-Peter Richelsen
1966 - 1969 Willi Jessen   04/2004 - heute Anita Johannson-Horn
1969 - 07/1972 Walter Wagenzink          
07/1972 - 03/1977 Sönke Steffensen   Schriftführer/-in
03/1977 - 02/1980 Karl Nielsen   1969 - 02/1973 Lutz Andres
03/1981 - 04/1984 Klaus Burghardt   02/1973 - 03/1975 Bernhard Lassen
04/1984 - 03/1994 Hans-Martin Buck   03/1975 - 03/1979 Siegfried Leo
03/1994 - 04/2004 Karl Nielsen   03/1979 - 04/1984 Ingrid Petersen
04/2004 - heute Claus-Peter Richelsen   04/1984 - 02/1986 Birgit Kuntzmann
          03/1987 - 03/1992 Herta Jessen
          03/1992 - 03/1995 Gaby Möller
Kassenwart/-in   03/1995 - 03/1996 Gunda Möller
1969 - 1969 Kurt Hagen   03/1996 - 03/1998 Ute Blask
1969 - 03/1978 Klaus Schlegel   03/1998 - 03/2002 Ute Eickhoff
03/1978 - 03/1992 Rolf David   03/2002 - heute Lutz Clausen
03/1992 - 03/1995 Herta Jessen          
03/1995 - heute Gaby Möller          
                 
Beisitzer / erw. Vorstandsmitglied  

Jugendwart  

1969 - 1971 Tüchsen  

07/1972

-

03/1978

Hans-J. Dieckmann

1971 - 07/1972 H. Braunheim  

05/1981

- 08/1982

Christoph Kabon 

1971 - 07/1972 Sönke Steffensen   08/1983 - 02/1984

W. Leckl  

07/1972 - 10/1978 Kurt Engelhardt   03/1985 -

Wilfried Surrey

07/1972 - 03/1975 Ullrich Krönert  

03/1975 - 03/1979 Hans-Georg Henningsen          
10/1978 - 03/1980 Thomas Kraft          
03/1979 - 03/1981 Walter Röschel          
02/1980 - 03/1981 Klaus Burghardt          
03/1981 - 02/1982 Gerd Meyer          
03/1981 - 02/1982 Eduard Schubert          
02/1982 - 03/1989 Willfried Surrey          
03/1983 - 02/1986 Klaus-Peter Geiken          
03/1987 - 03/1991 Christoph Kabon          
03/1989 - 03/1992 Günter Timmermann          
03/1992 - 03/1994 Karl Nielsen          
03/1993 - 03/1999 Karin Appel          
03/1994 - 03/1996 Thorsten Henningsen          
03/1996 - 03/2001 Nicole David          
03/1999 - heute Waltraut Köpke          
03/2001 - 03/2002 Lutz Clausen          
03/2002 - 04/2004 Gabi Mielke          
04/2004 - heute Meike Reimann          


Letzte Aktualisierung 09.09.2005
Durch Lutz Clausen